Bist du wacklig, weil deine Zunge schief im Mund ist!?
🤯 Wie meine Zunge mein Gleichgewichtstraining verändert hat
Warum Stabilität im Nervensystem beginnt – nicht nur in den Füßen
Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass meine Zunge eine Rolle im Gleichgewichtstraining spielt, hätte ich vermutlich gelacht.
Heute weiß ich:
Stabilität entsteht nicht nur im Fuß.
Nicht nur im Core.
Sondern im Nervensystem.
Und genau hier kommt die Zunge ins Spiel.
Wichtig vorweg:
Dieser Artikel beschreibt Trainingsansätze aus der Neuroathletik. Er ersetzt keine medizinische Diagnostik oder Therapie.

🧠 Gleichgewichtstraining aus Sicht der Neuroathletik
Im klassischen Gleichgewichtstraining trainiert man:
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Stand auf instabiler Unterlage
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Einbeinstand
-
Core-Übungen
-
Koordinationsaufgaben
Alles sinnvoll.
Aber aus neuroathletischer Sicht geht es um etwas anderes:
👉 Welche Informationen bekommt dein Gehirn?
👉 Wie bewertet es Sicherheit?
👉 Wie integriert es sensorische Signale?
Stabilität ist kein Muskelthema allein.
Sie ist ein Informations-Thema.
👅 Die Zunge als sensorischer Informationsgeber

Die Zunge ist hochsensibel.
Sie ist über mehrere Hirnnerven mit dem Gehirn verbunden und Teil komplexer Netzwerke, die beteiligt sind an:
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Kopfhaltung
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Atemorganisation
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Kieferposition
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Muskeltonusregulation
-
Koordination von Augen- und Kopfbewegungen
In der wissenschaftlichen Diskussion wird beschrieben, dass Veränderungen im Mundraum Einfluss auf Kopf- und Halsposition nehmen können. Diese stehen wiederum in Wechselwirkung mit Gleichgewichtsprozessen.
Das bedeutet nicht, dass die Zunge Gleichgewicht „heilt“.
Aber sie kann sensorische Informationen liefern, die im Gesamtbild eine Rolle spielen.
⚖️ Warum das im Gleichgewichtstraining relevant sein kann
Im Training beobachte ich regelmäßig:
Wenn Menschen ihre Zungenposition bewusst verändern, berichten manche über:
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ein anderes Stabilitätsgefühl
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ruhigere Atmung
-
weniger Spannung im Nacken
-
klarere Körperwahrnehmung
Das ist keine therapeutische Aussage.
Es beschreibt eine Trainingsbeobachtung.
In der Neuroathletik nutzen wir genau solche sensorischen Modulationen, um Trainingsreize gezielter zu setzen.
🧘 Zunge, Atmung und Rumpfstabilität
Die Zunge ist funktionell mit der Atemmechanik verknüpft.
Eine entspannte Zungenauflage am Gaumen wird häufig kombiniert mit:
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Nasenatmung
-
aufrechter Kopfhaltung
-
ruhiger Atemführung
Da Atmung und Rumpfstabilität eng gekoppelt sind, kann sich eine veränderte Atemorganisation auf das subjektive Stabilitätsempfinden auswirken.
Nicht automatisch.
Nicht garantiert.
Aber nachvollziehbar im Kontext der Neurophysiologie.
👀 Verbindung zu Augen und Gleichgewicht
Gleichgewichtstraining funktioniert nicht isoliert.
Es integriert:
-
visuelle Informationen
-
vestibuläre Informationen
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propriozeptive Rückmeldungen
-
sensorische Signale aus dem Mundraum
Zwischen Mundraum, Augenmotorik und Gleichgewichtssystem bestehen neuronale Verbindungen.

Deshalb kombiniere ich im Training häufig:
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Kopfstabilisation
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Blickstabilisation
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Objektfolgebewegungen
-
bewusste Zungenposition
Genau diese Zusammenhänge zwischen Sehen, Bewegung und Stabilität erkläre ich auch ausführlich in meinem kostenlosen E-Book 📘 „Besser sehen – besser bewegen“.
Dort bekommst du einen strukturierten Überblick, wie visuelle Systeme und motorische Kontrolle zusammenspielen.
🧩 Mini-Test für dein Gleichgewichtstraining
Du kannst Folgendes ausprobieren:
1️⃣ Einbeinstand ohne Fokus auf die Zunge
2️⃣ Einbeinstand mit lockerer Zunge am Gaumen + ruhiger Nasenatmung
Beobachte:
-
Wie fühlt sich deine Stabilität an?
-
Verändert sich deine Körperspannung?
-
Wird deine Atmung ruhiger oder angespannter?
Manche bemerken Unterschiede. Andere nicht.
Beides ist normal.
Gleichgewichtstraining ist individuell.
💻 Bildschirmarbeit, Kiefer und Stabilität
Ein Aspekt, der oft übersehen wird:
Viele Menschen verbringen täglich mehrere Stunden vor Bildschirmen.
Typische Begleiterscheinungen:
-
vorgeschobene Kopfhaltung
-
erhöhte Kieferspannung
-
flache Atmung
-
reduzierte Rumpfstabilität
Diese Faktoren können die Wahrnehmung von Stabilität beeinflussen.
Genau hier setzt mein Online-Kurs 🎯 „Bye-Bye Bildschirmmüdigkeit“ an.
Dort zeige ich, wie du durch gezielte Augen-, Kopf- und Atemübungen deine visuelle Belastung regulieren kannst – ohne medizinische Versprechen, sondern als strukturiertes Training für dein Nervensystem.
🧠 Innere Ruhe und Stabilität
Innere Ruhe entsteht nicht nur durch mentale Strategien.
Sie hängt auch davon ab, wie dein Nervensystem Sicherheit bewertet.
Eine ruhige Nasenatmung, entspannte Zungenposition und stabile Kopfhaltung können in Trainingskontexten dazu beitragen, dass Menschen ihr System als „ruhiger“ wahrnehmen.
Das ist kein Heilversprechen.
Sondern eine mögliche Trainingsbeobachtung.
Wenn dich die Verbindung zwischen visueller Wahrnehmung, Bewegung und Stabilität interessiert, findest du im kostenlosen E-Book📘 „Besser sehen – besser bewegen“ weitere praxisnahe Erklärungen und Übungen.
❓ Q&A
Kann Zungenposition Gleichgewichtsprobleme beheben?
Nein. Gleichgewichtsprobleme können vielfältige Ursachen haben und sollten medizinisch abgeklärt werden. Zungenposition kann im Training berücksichtigt werden, ersetzt aber keine Therapie.
Ist das wissenschaftlich gesichert?
Es gibt Hinweise auf Zusammenhänge zwischen oraler Sensorik, Kopfhaltung und neuromuskulärer Kontrolle. Die Forschung ist differenziert zu betrachten.
Ist das für jeden sinnvoll?
Nicht zwingend. Wie bei jedem Trainingsansatz gilt: individuell testen und differenziert bewerten.
🔎 Fazit
Gleichgewichtstraining ist komplex.
Es ist das Zusammenspiel aus:
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visueller Kontrolle
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vestibulärer Verarbeitung
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propriozeptiver Rückmeldung
-
Atemorganisation
-
sensorischer Information aus dem Mundraum
Die Zunge ist kein Wundermittel.
Aber sie ist ein möglicher Baustein innerhalb eines neurozentrierten Trainingsansatzes.
Wer Stabilität, Rumpfstabilität und innere Ruhe verbessern möchte, sollte das Nervensystem als Ganzes betrachten – nicht nur einzelne Muskeln.
Und genau das macht Neuroathletik aus.







