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Überdosis Sport

Überdosis Sport! Wie kann ich meine Einheiten besser steuern?

Gibt es eine „Überdosis“ beim Sporttreiben?

Warum nicht mehr, sondern besser dosiert der Schlüssel ist

Bewegung gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen für Gesundheit und Leistungsfähigkeit – und das völlig zu Recht.
Regelmäßiges Training unterstützt Kraft, Beweglichkeit, Belastbarkeit und mentale Stabilität.

Trainer und Sportlerin

Doch wie bei jeder wirksamen Maßnahme stellt sich auch hier eine entscheidende Frage:
👉 Wie viel ist sinnvoll – und ab wann wird es zu viel?

Denn Training wirkt nicht automatisch positiv. Die Wirkung hängt von der Dosierung ab.


Bewegung als Medizin – aber nur in der richtigen Menge

Sport lässt sich gut mit einem Medikament vergleichen:

  • zu wenig Reiz → keine Anpassung

  • zu viel Reiz → Überforderung

Die Kunst liegt nicht darin, möglichst hart zu trainieren, sondern den richtigen Reiz zur richtigen Zeit zu setzen.

Atmung Erschöpfung


Wenn Training zu wenig fordert

Ein dauerhaft zu geringer Trainingsreiz führt häufig zu:

  • ausbleibender Anpassung

  • fehlendem Kraft- oder Stabilitätszuwachs

  • nachlassender Belastbarkeit

  • schleichendem Leistungsabfall

Der Körper bekommt schlicht keinen Grund, sich weiterzuentwickeln.


Wenn Training zu viel fordert

Auf der anderen Seite kann zu hohe oder schlecht gesteuerte Belastung:

  • die Regenerationsfähigkeit überfordern

  • das Nervensystem dauerhaft unter Spannung setzen

  • Bewegungsqualität verschlechtern

  • zu stagnierender oder schwankender Leistung führen

Nicht, weil Training „schlecht“ wäre – sondern weil Reiz und Erholung nicht mehr im Gleichgewicht sind.

👉 Genau an dieser Stelle scheitern viele motivierte Trainierende.


Trainingssteuerung statt Trainingsdrang

Laufgruppe

Um Training sinnvoll zu dosieren, braucht es keine komplizierten Programme.
Zwei einfache, aber sehr wirkungsvolle Konzepte reichen oft aus, um Über- oder Unterforderung zu vermeiden.


1️⃣ RIR – Reps in Reserve (Wiederholungen im Tank)

Was bedeutet das?
Du trainierst nicht bis zum absoluten Muskelversagen, sondern lässt bewusst Wiederholungen „übrig“.

Beispiel:
Du könntest 10 Wiederholungen ausführen, hörst aber bei 7–8 auf → 2–3 RIR.

Warum das sinnvoll ist:

  • ausreichend Trainingsreiz

  • bessere technische Kontrolle

  • geringere Belastung für Nervensystem & Gelenke

👉 Mehr Reiz heißt nicht automatisch mehr Fortschritt.


2️⃣ RPE – Rate of Perceived Exertion (subjektive Anstrengung)

Was bedeutet das?
Du bewertest die Anstrengung einer Übung oder Einheit auf einer Skala von 1–10.

  • 4–5 RPE → locker / vorbereitend

  • 7–8 RPE → fordernd, aber kontrolliert

  • 9–10 RPE → sehr hohe Belastung (gezielt & selten)

Vorteil:
Dein Training passt sich automatisch an:

  • Tagesform

  • Stresslevel

  • Schlaf & Regeneration

Statt starrem Plantraining entsteht intelligente Selbstregulation.


Fazit: Fortschritt entsteht durch Dosierung, nicht durch Härte

Training wirkt nur dann unterstützend, wenn:

  • Reiz

  • Kontrolle

  • Regeneration

aufeinander abgestimmt sind.

Weder permanentes Unterfordern noch dauerhaftes „Durchziehen“ führen langfristig weiter.
Was wirklich zählt, ist bewusst gesteuerte Belastung.

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